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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 09.02.2005, 20:37 Titel: ShadowKnigge’s Guide to Professionalism |
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Servus!
Ich habe ja bereits bekannt gegeben, dass ich z.Z. an einem Quellenbuch schreibe (Näheres dazu gibt's demnächst in einem anderen Thread, brauche noch Kollaborateure).
Vordringlicher war mir jedoch ein kleiner Umriss des Begriffes "Professionalität" in der 6. Welt, z.T. aus aktuellem Anlass, z.T. aus dem, was man sonst als "Jux und Tollerei" bezeichnet. Daher ist nun schon seit Längerem ein "Guide to Professionality" unter meiner Feder im Werden, aus dem ich einmal die ersten 4 kleineren Kapitel hier zum Probelesen stellen möchte.
Vorweg ein paar kleine Empfehlungen:
1.) Fühlt euch nicht allzu sehr angesprochen, und wenn ihr's tut, tragt es mit Humor
2.) Wer Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder Verständnisunklarheiten findet, möge mir bitte jeden einzelnen melden!
3.) Wer gewisse Dinge für absoluten Blödsinn hält, bitte ebenfalls melden.
4.) Vielleicht fällt euch zu der ein oder anderen Stelle ein klein wenig Shadowtalk ein, welchen ich dann in die fertige PDF einbinden könnte. Wenn dies zutreffen sollte, zitiert kurz die Stelle, an der er rein müsste und postet ihn! Wie immer: Sparsam damit, kurz, aber knackig
5.) Das Kapitel "Teamwork" ist noch im Werden; Vorschläge für weitere Kategorien sind dringend erwünscht!!!
6.) Das Ganze ist aus der Perspektive eines schon etwas älteren Runners geschrieben (jahaa, auch solche soll's geben) und unterliegt daher seinen subjektiven Ansichten. Weder ist es meine Intention, in dem von ihm verwendeten "von-oben-herab-Ton" irgendwelche Dinge zu monieren, noch das Beschriebene als der Weisheit letzter Schluss hinzustellen, sondern lediglich als eine Ansicht von vielen. Dennoch sind viele meiner Kernthesen darin, wenn auch in den Jargon und den Charakter eines speziellen(!) Shadowrunners verpackt.
So, genug der Vorrede.
Viel Spaß (hoffentlich) mit dem "Guide..." wünscht euch
Stalker.
ShadowKnigge’s Guide to Professionality
Traurig sind die Zeiten, in denen wir leben, Chummers. Und ich meine damit nicht die praktisch unumschränkte Herrschaft von Wirtschafts-Eliten über Staat und Individuum – in den 2060ern dieser Tage wäre es geradezu kleinlich, sich noch an diesem Fakt zu stören. Der Mensch gewöhnt sich an vieles, so auch daran.
Nein. Das, worum es mir hier geht, spielt sich auf der anderen Seite der Glaspaläste ab, in den Schatten der Wolkenkratzer. Weniger poetisch gesagt: Direkt unter uns, mitten in der Schattengemeinde.
Die Definition des Wörtchens „Shadowrunner“ hat sich über die Jahre mit den Schatten geändert: Anfangs war es einmal der Profi, welcher seine hochspezialisierten Top-Talente zu hohen Preisen verkauft. Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber zur Zeit sind wir bei der Definition „für wenig Geld anzuheuernder Kleinkrimineller“ angekommen. Die Preise für Schattenaktivitäten verfallen, während unsereiner in den Rang einer miesen, käuflichen Gossenratte degradiert wird (ich gebe zu, manche Pros leben in der Tat so; aber über Fähigkeiten muss der Lebensstil noch lange nichts aussagen…).
Woher kommt der Drek also? Ganz einfach: In Zeiten, wo jeder Straßenpunk und jedes Wizkid mit seiner gestohlenen Pred und seinem 0815-Manafünkchen durch den Plex zieht, um als Shadowrunner hausieren zu gehen, ist wahre Professionalität rar gesät. Es gibt in letzter Zeit so viel Drek, der da draußen läuft, dass dem alteingesessenen Runner die Nackenhaare zu Berge stehen. Ich habe nicht nur das Glück, in den Schatten schon zum alten Eisen gehören zu dürfen, sondern auch die Dreistigkeit, euch allen das schön laut in die Ohren zu plärren. Und – darüber hinaus – mittels dieses Matrix-Dokumentes einigen die verchromten Augen zu öffnen, damit die Schatten nicht eines Tages dorthin absinken, wohin sie momentan auf dem besten Wege sind: Zu einem quengelnden Kindergarten voller messerwetzender Psychopathen.
1.) Dos und Don’ts in Sachen Cyberware
Du hast einen 2 Meter langen Stahlschwanz im Rücken, der dich beweglicher macht? Du hast Beine, die so aussehen wie die eines Velociraptors und dich auch genauso schnell machen? Du hast dir eine Sentry-Gun auf deinen Buckel montieren lassen und zwei zusätzliche Arme, um mehr Waffen halten zu können? Muss einen Haufen Schotter gekostet haben, Chummer. Deswegen hast du noch etwas, das du kostenlos mit draufgelegt bekommst: Mein Beileid.
Denn mit derartigem Gerät bist du de facto kein Angehöriger der metamenschlichen Rasse mehr, geschweige denn ihrer Gesellschaft. Als Shadowrunner gibt es gewisse Anforderungen an dich. Und ausgerechnet die wichtigsten horchen auf die schönen Namen: Mobilität. Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten. Unauffälligkeit. Kannst du mir verraten, wie du unauffällig mal eben deine Brötchen beim StufferShack nebenan kaufen willst, wenn die Kassiererin schon bei deinem Eintreten auf den PanicButton einprügelt? Welche Figur du mit deinen ulkigen Stahlstelzen auf einem High Society-Event zu machen gedenkst? Wie du dich mit militärischen Geschützen, eingepackt in dein Fleisch, auch nur einen Centimeter außerhalb der gesetzlosen Zonen wagen kannst?
Also!
2.) Waffen- und Tech-Wahn
Ich habe mir neulich einmal die neusten Statistiken angesehen: In den letzten zwanzig Jahren ist der Bewaffnungsgrad in den Schatten rapide gestiegen. Das klingt noch recht neutral, wenn man bedenkt, dass auch Konzerne und andere Zielobjekte ihre Verteidigungsmaßnahmen stets weiterentwickeln, um unsereinem Voraus zu sein. Klar, dass man da aufrüsten will.
Nur ist es – wie so oft – eine Frage des „Wie“! Ich habe neulich ernsthaft einen Knaller an der Strippe gehabt, der von mir verlangte, ich möge ihm doch bitte ein Barrett 121 besorgen. Wenige Tage später sehe ich einen Punk mit einem riesigen Lenkraketenwerfer durch die Gosse stratzen. Massenweise rufen Leutchen an und wollen Explosiv-Munition ordern, „weil die so schön fette Löcher macht“. Witziger Weise denkt keiner von diesen Witzbolden daran, dass diese Munition viel zu teuer ist, mehr Lautstärke erzeugt als drei Schwiegermütter auf engstem Raum und darüber hinaus noch in den militärischen Bereich fällt (d.h., dass die Cops deutlich gründlicher nachhaken werden, als wenn sie nur die 0815-Bullets aus den anonymen Casualties pulen)!
Merk’ dir Chummer: Wenn du es zu etwas bringen willst, bäckst du lieber ganz kleine Brötchen. Das, was wir hier tun, ist nach geltendem Gesetz (wessen auch immer) illegal, das dürfte auch dir bewusst sein. „Unauffällige, schnelle Einsätze durchziehen, ohne erkannt zu werden“ ist deine oberste Devise. Und dazu brauchst du mit Sicherheit kein SMG, keinen Mörser und kein militärisches Scharfschützengewehr. Diese Tech hat man schneller bis zu dir nachverfolgt, als du deinen Soykaf leertrinken kannst – und was dann mit dir passiert, sei deinen schlimmsten Phantasien überlassen. Merk’ dir: Es gibt immer einen, der einen Längeren hat. Und sei dir sicher, sobald er Gebrauch davon macht, hast du das Nachsehen.
3.) Die hochheilige Abschussrate
Eine logische Konsequenz aus 2.: Wer das Gerät hat, möchte, nein, muss davon Gebrauch machen; schließlich hat er seinen Schotter nicht dafür auf den Tisch gelegt, sich die Wand mit teuren High-Tech-Trophäen zu schmücken. Konsequenter Weise ist in den letzten Jahren die Zahl der Copkillers und auch der Opferzahlen während Shadowruns so immens in die Höhe geschossen, dass die Apotheken bald antispastische Mittel gegen krampfhaft zuckende Triggerfingers in die Schatten liefern müssten. Non-lethale Methoden sind schließlich uncool. Wer die meisten Leute geekt und ihre Schrumpfköpfe auf der Abschussliste seines kleinen verschrumpelten Egos sammelt, gewinnt.
Glaubst du das wirklich, Omae? Wie lange denkst du, kommst du damit durch? Ich kann’s dir verraten: Nicht weiter, als bis zur nächsten Straßenecke. Jeder Tote macht dir Feinde, abhängig von seinem Einfluss. Ein Kon sieht es schon nicht gerne, wenn ihr seinen neusten Prototypen mitnehmt. Wenn ihr jedoch zusätzlich das Labor verwüstet und dann auch noch die Hälfte der diensthabenden Sicherheitsbeauftragten geekt, in deren Ausstattung er einiges investiert hat, dann ist euch wirklich nicht mehr zu helfen. Wichtige Führungspersönlichkeiten sowie auf Grund ihrer Fähigkeiten wertvolle Leute kosten außerdem nicht nur euren Kopf, sondern man nimmt gleich euer Team mit auseinander. Und wenn ihr einmal einen Cop umgelegt habt, werdet ihr eures Lebens nicht mehr froh: Erst waren es zwei, dann sind es 6, dann sind die ersten Helis und SWAT-Teams da, und über das Sahnehäubchen möchtet ihr lieber gar nicht nachdenken.
Auch hier gilt: Schau immer erst nach oben, bevor du anfängst, in den Berg hineinzugraben. Die Wahrscheinlichkeit, dass du an der falschen Stelle deinen Pickel ansetzt, ist groß, und dann begräbt dich der ganze Berg unter sich.
4.) Mr. J und die Loyalität
Immer wieder geistern Straßengeschichten durch die Schatten von Johnsons, die ihre Runner nach Strich und Faden verarschen, sie als ablenkendes Kanonenfutter einsetzen, vorführen oder sie ihren Job ausführen lassen und dann den versprochenen Lohn in Blei auszahlen. Die Tatsache, dass man von den „ehrlichen“ J’s kein Wort hört (und dabei sind sie in einer überwältigenden Mehrheit!), macht wohl den ein oder anderen so paranoid, dass er denkt: „Bevor er mich verarscht, drehe ich den Spieß um und führen ihn lieber an der Nase herum“. Ich habe von Teams gehört, die ihren J schon bei ersten Treffen schnetzeln wollten und dann im Feuer seines verchromten Backups jämmerlich draufgegangen sind. Diejenigen, welche jetzt schon den Kopf schütteln, dürfen sich meiner Sympathie gewiss sein.
Egal, was ihr gehört habt, Chummers: Versucht, nie, ich wiederhole: NIE einen J zu verarschen – jedenfalls nicht so, dass er es merkt. Es ist keine befriedigende Tatsache, aber er sitzt am weitaus längeren Hebel. Nämlich eurem Brötchenhebel. Heidensack, ihr habt einen Ruf zu verlieren! Wer seinen Auftraggeber verarscht – und seit euch sicher, dass sich das herumspricht! – der hat bald keinen Job mehr. Das gilt im zivilen Leben wie in den Schatten auch. _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
I am the spirit with which your children and clowns laugh in happy anarchy.
I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris
Zuletzt bearbeitet von Stalker am 10.02.2005, 21:01, insgesamt einmal bearbeitet |
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Byrial Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 113 Wohnort: Hildesheimer Barrens
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Verfasst am: 09.02.2005, 23:15 Titel: |
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2.) "Ich habe mir neulich einmal die neusten Statistiken angesehen: In den letzten zwanzig Jahren ist der Bewaffnungsgrad in den Schatten rapide gestiegen"
>>>>>[Statistiken über einen Bereich der Gesellschaft, den es offiziell garnicht gibt? Du laberst Drek alter Mann!]<<<<<
-Dead Man <22:03:14/09-02-05>
3.) "Die Wahrscheinlichkeit, dass du an der falschen Stelle deinen Pickel [liest sich komisch, empfehle "Schaufel"] ansetzt, ist groß, und dann begräbt dich der ganze Berg unter sich."
lass ruhig pickel, schaufel passt nich so in den kontext.. von wegen minen etc.. Sidney
Aber mit nem Pickel gräbt man nicht ~B~
4.) „Bevor er mich verarscht, drehe ich den Spieß um und führen ihn lieber an der Nase herum“
Ansonsten nicht verkehrt, nur weiter so! _________________ Your mind is a weapon - USE IT
Zuletzt bearbeitet von Byrial am 10.02.2005, 15:24, insgesamt einmal bearbeitet |
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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 10.02.2005, 13:12 Titel: |
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Punkt 2:
>>>>>Ja klasse...vor einem Monat sollte ich für einen Johnson einen Triaden öhm..."Massageladen" von sämtlichen "bösen Jungen" befreien. Ich wollte da aber nicht allein rein..also hab ich meinen SChieber angerufen ob er nicht noch jemanden kennt. Er kannte niemanden...aber ein Freund des Freundes von meinem Schieber wollte sich drum kümmern. Okay... meine Unterstüzung war ein Samurai...dann kann ja nichts schiefgehen und wir stürmten den Laden. Ich zog meine AK und er...er zog eine Tiffany Self Defender. Ich glotze nicht schlecht. Ich riss ihn zur Seite und Frage ihn wo sein schweres MG und seine Panzerweste sei. Da meinte er nur...hab sowas nicht..will ja noch sozial kompatibel sein...grinzte und eröffnete das Feuer...
Die ersten Salven haben ihn in 3 Stüke halbiert. Ey...bei sowas scheiße ich auf soziale Kompatibilität...bei sowas will ich gefäälgist einen Panzer in Troll Form mit einem MG und 3 Duzend HE Offensiv Granaten...
Naja..ich hab überlebt...nr danach durfte ich mir von meienr BEzahlung ein neues Bein und einen neuen Arm kaufen..damn...dabei war der alte gerade generalüberhollt...<<<<<<[Kamm-schuß] |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 10.02.2005, 17:14 Titel: Re: ShadowKnigge’s Guide to Professionalism |
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@Byrial: Das mit der Schaufel ist richtig. Ich habe vorher noch das Verb "hacken" genommen (durchaus zum Pickel passend), fand es dann aber doof und habe graben draus gemacht
@ Caliban:
| Stalker hat folgendes geschrieben: |
Sparsam damit, kurz, aber knackig  |
Überlesen? Shadowtalk ist für gewöhnlich nicht länger als 3-5 Zeilen, engst gedruckt.
Überzeugt mich inhaltlich leider auch nicht sehr...  _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
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I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris |
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Byrial Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 113 Wohnort: Hildesheimer Barrens
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Verfasst am: 10.02.2005, 17:56 Titel: |
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Jo ich weiss, in Sachen Sprachen kann ich manchmal pedantisch sein ...
Wie wärs mit "Loyalität" statt "Lügen und Betrügen"? _________________ Your mind is a weapon - USE IT |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 10.02.2005, 21:00 Titel: |
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Akzeptiert und geändert (hey, ich hab' das während meiner Kriegsdienstverweigerung geschrieben - da kann die Formulierung durchaus mal scheiße sein ) _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
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- Eris |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 10.02.2005, 21:57 Titel: Achtung, heiß und fettig: Der 5. Teil. Diesmal: Teamwork. |
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5.) Teamwork
Würde man ein Lastwagenladung Psychiater auf die Schatten loslassen, würden sie vor allem zwei Dinge feststellen: Neurosen für drei Jahrzehnte und Paranoia, die alles und jeden abdeckt. Hey, Chummer, ich weiß, dass die Schattenarbeit ein gefährliches Geschäft ist, und wenn du nicht auf der Hut bist, endest du leicht als feuchter Fleck auf dem Asphalt, und…und… (//hier bitte weiteres derartig verständiges Gesülze einfügen//). Aber wenn heutzutage der zweithäufigste Grund für gescheiterte Shadowruns mangelhafte Teamarbeit ist, dann sollte man sich doch einmal Gedanken über das gruppeninterne Zusammenspiel machen. (Platz eins teilen sich übrigens „exorbitantes Sicherheitsaufgebot seitens des Zielobjektes / exorbitant dummes Vorgehen seitens der Runner“)
Die Gründe für das unzureichende Zusammenspiel der einzelnen Teamkomponenten sind so vielfältig wie die (Meta-) Menschen, die an ihnen versagen: Da wären die bereits angesprochene Paranoia, kapitaler Egoismus und auch Rassismus, dümmliches Gehabe und dicke-Hose-Gepose oder einfach schiere Unfreundlichkeit, mit der man die Team-Kameraden anpisst – mal sehen wie sie reagieren…
Allerdings beschreibt das Wörtchen „Team“ für gewöhnlich eine Gruppe von (Meta-) Menschen, von denen jeder seinen Teil zu einem gemeinsamen Ziel beiträgt. Wie zur Hölle wollt ihr zu diesem Ziel gelangen, wenn ihr mehr miteinander beschäftigt seid, als mit eurem Zielobjekt? Wenn sich das „Team“ schon von allein zerfleischt, ohne dass die Leute vom Sicherheitstrupp noch irgendetwas dazu tun müssen, sich zurücklehnen und die Show genießen, die ihr ihnen bietet? Ich kann euch sagen, dass ihr damit in einer hochspezialisierten Welt wie der unsrigen nicht zum Ziel, sondern landet ganz schnell im großen Haus mit den vielen kleinen Kühlfächern, wenn nicht gleich auf dem Ausschlachttisch eines Organhändlers. Besonders diejenigen unter euch, die so verdammt überzeugt von sich und ihrem Tech-Kram sind, sollten sich lieber vorsehen. Im Jahr 2060 gibt es so viele Sektoren, die ein Team abdecken muss, dass es keine ein-Mann-Hit-and-Run-Aktionen mehr geben kann. Daher seht zu, dass ihr nicht nur euer vorrangiges Ziel über eure persönlichen Streitigkeiten stellt, sondern auch die Koordination zwischen den einzelnen Sektoren stimmt (Matrix, Astral-patrouille, Drohnennetzwerk und Einsatzteam) und reibungslos ablaufen kann, wie Zahnräder, die in einander greifen. Dabei müsst ihr euch, wohl oder übel, einmal auf eure Gefährten verlassen und nicht immer alles selbst in die Hand nehmen wollen. Ich weiß, Paranoia ist Geschäftssache, und Vertrauen ist in den Schatten wohl nie weit gesät, aber denkt immer daran: Ihr mögt euren Decker noch so sehr für ein verdammtes Arschloch von einem Chiphead halten, euren Chromeboy für eine stupide Meuchelmaschine – wenn sie euch im richtigen Moment den Arsch retten, könnt ihr durchaus dankbar sein, dass es sie gibt! Und das ist eigentlich das einzige, was zählt: Euren Auftrag erfolgreich, gemeinsam, und vor allem: mit intakter Pulsfrequenz abschließen. _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
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Sidney LilaLauneEichhörnchen

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 430
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Verfasst am: 10.02.2005, 22:15 Titel: |
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kurze Anmerkung:
"Wenn sich das „Team“ schon von allein zerfleischt, ohne dass die Leute vom Sicherheitstrupp noch irgendetwas dazu tun müssen, sich zurücklehnen und die Show genießen, die ihr ihnen bietet? "
irgendwas an diesem satz ist komsich, oder? eventuell noch ne konjunktion à la "außer" oder auch ein nettes "vielleicht" einfügen?
ansonsten: viel spasssss beim weiterschriebseln.. _________________ Leiden Sie an Gedächtnislücken? - Nicht dass ich wüsste... |
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