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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 14.03.2005, 19:01 Titel: Spielphilosophie und "aktuelle Lage" |
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So dann legt mal los mit Verbesserungsvorschlägen. ^^
Titel des Threads umbenannt.
Thread gepinnt.
Antworten von tatsächlich Gesprächswilligen erwünscht.
>>> Stalker |
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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 14.03.2005, 19:16 Titel: |
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Herr Stalker hat geschrieben zum Thema Schulterstüze:
| Zitat: |
| bitte weglassen, hatte die erste auch nicht; schwer in einer Klapp-MP zu integrieren |
Find ich okay. Wenn man noch dazu das Bild betrachtet. Dafür die Klapp Mp 2 keinen AM Modus und wenniger Muni. |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 14.03.2005, 21:59 Titel: |
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Ist ein Argument. M-kay.
Aber mal eine Frage, die sich mir die ganze Zeit schon stellt:
Wozu zum Teufel brauchen wir noch mehr Kram?
Wir haben ein paar Bücher voll von Material: Fahrzeuge, Bewaffnung, elektronischen Spielzeugen. Da ist für wirklich jeden etwas dabei. Außerdem wäre es nicht schlecht, erst einmal ein wenig zu spielen, bevor aufgerüstet wird. Unsere Chars besitzen schon kurz nach Charaktererschaffung und den ersten paar Runs das "Beste", was es auf dem Markt gibt. Und das gilt nicht nur für das Equipment, auch bei der Ausbaufähigkeit der Talente lässt sich das feststellen: Schrotflinten 6, + Ki-Kraft-Erhöhung um 4, + Begabung (Schrotflinten) [und, nein, das ist nicht immer nur ein extrem-Beispiel; auch jetzt ist dies in etwas abgeschwächter Form vorhanden). Dadurch fällt das eigentlich schöne am Regelwerk weg: Das, was ich als den "Tamagochi-Effekt" bezeichne; eine bemerkbare Verbesserung der Chars, das Aufsteigen zu den Pros in der Liga. Statt dessen werden unsere Chars nach dem zweiten Run mit 100K Nuyen vollgepumpt, kaufen sich die übliche Standard-Cyberware und Verfügbarkeit-14-Equipment, spielen 3 Runs lang und verschwinden dann urplötzlich. In solch einer Zeit ist auch kein Zusammenwachsen der Gruppe möglich, keine persönlichen Beziehungen der Chars etc. pp. Und erst darin sehe ich wahre Profis. Uns geht meiner Meinung nach viel Spaß dabei kaputt.
Eigentlich geht es doch im Großen um Ganzen um ein Rol-len-spiel, nicht darum, wer am meisten extravagantes (oder durchschlagsfähiges) Equipment besitzt. Es sind Werkzeuge, mehr nicht. Bei uns hat sich stellenweise ein derart penetranter Waffenfanatismus eingebürgert, dass es mittlerweile vielmehr um Werte geht, als dass wir einmal darüber sprechen, wie wir die Qualität der Shadowruns verbessern. Das Equipment mag demnächst ausgezeichnet sein - hilft aber nichts, denn das eigentliche Problem sind meistens die Pläne. Siehe beispielsweise die Extraktion von Kleinschmidt; die von uns gebotene Vorstellung war erbärmlich. Wir haben weder vernünftig im Team gearbeitet, noch elegant - und haben dennoch 4 ganze Stunden verplempert. Daran sollten wir meiner Meinung nach arbeiten, bevor wir großartig an Regeln und Regelkomponenten herumschrauben. Erst recht an so unwichtigem Krimskrams wie Waffen, Fahrzeugen und anderem Equipment (speziell was die Bewaffnung angeht --> närv).
Sorry für den vielen Text.
Ist mein SR-Frust der letzten Zeit.
Stalker.
Ps: Den Shit gibt's mit Daidalos übrigens auch nicht mehr. [zwinkert] _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
I am the spirit with which your children and clowns laugh in happy anarchy.
I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris
Zuletzt bearbeitet von Stalker am 24.08.2005, 16:17, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 14.03.2005, 22:16 Titel: |
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Öhm...sorry wenn ich das jetzt sage, aber mit Daedalus haben wir genau das selbe Problem. Ist die Planung mies, so wird auch aus dem Run nichts. Bißchem mehr Sielzeug, wem schadets? Und zum Thema Waffenfanatismus. Wäre mir neu wenn eine Messerklau bald nur noch mit Wassbomben durch die Barrens stapft. Eine Messerklaue hat viel Wums...darin liegt ja ihr Sinn. SieEr is kein magier oder soziales Genie oder Dedektiv oder Rigger oder Toiletenputzer. Sie ist ene verdamtme Messerklaue die dafür gedacht ist möglichst große Löcher in die Leute zu reisen, die die Gruppe unter Feuer nehmen. Mal im ernst ohne Messerklaue würde das Shadowrunner leben doch recht argh aussehen. Der Magier geht bei der ersten Ak Salve in die Knie und verteilt sein Blut auf eure Shuhe. Der KI...nun gut.er schafft es ein paar Gegner euf eine Grunge Band aufmerksam zu machen. Segnet aber auch nachdiversen Einschußlöcher das zeitliche.
Und da liegt der Knackpunkt. Eine messerklau oder wenn man so will auch derKi ist auf denKampf ausgelegt. Du mekerst über die Sace mit Kleinsmith, aber du vergißt eine Tatsache. Normalerweise würden Caraktere wie Hunter oder auch mein Ghost (der vieleicht schon, aber Hunter definitv nicht) angeheuert werden.
Eine Messerklaue wird anggeheuert wenn jemand sein Gehirn mal von außen sehen will oder etwas bei meheren tausend Grad gekocht werden soll.
So und zum Thema Rollenspiel..was hat 4 Stunden Planung mit Rollenspiel zu tun?.
*Sich wegen dem Ki angesprochen fühl* Okay...er war ebend mit Schrottflinten mächtig und. Soll ich jetzt nur weil es MIR so Spaß mach ihn zu spielen nur 5 Aufbaupunkte für meinen Char ausgeben und den Rest in den Wind schießen. Wie du sagtest, dass ist ein Rollenspiel und ganz nebenbei...deine Talentleitungen hatten doch auch irgendwie was vom besten vom besten...Undwegen den 100K wie war das mit dem Run mit den 200-250K? So und da du ja meinen Char/mich weiter kritisiert hast, muss ich noch weiter Stellung nehmen. Du meintest ein Rollenspiel soll einem Spass machen. Mein Char machte mir keinen Spass mehr. Und das lag NICHT am Charhintergrund oder seinen Schrotflintenfähigkeit. Btw: wie war das mit Pitch? Fass dir leiber mal an die eigene Nase.Und wie war das, dass du Sandra bekanntmachen wolltest mit Stalker... Wenn du willst spiele ich Nines weiter, haufe mir eine Karmapoll von 15 an und baue mir meine Schrotfertigkeit auf 17 aus...joa das könnte mir Spass machen. Wir können ja mal was nach deinem Vorschlag durchsetzen...man bekommt beim Spielstart nur Ausüstung mit Verfügbarkeit 1...
[Hiermit entschuldige ich mich für meinen leicht gereizten Ton..aber ich bin krank und das schlägt mir aus Gemüht]
~ein sich wieder in sein Bett verziehender kranker Cali
Okay..da Herr Stalker "ausversehen" meinen Thread gelöscht hat lege ich diese Diskussion auf Eis...~ein richtig derbst angepisster Caliban... |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 14.03.2005, 23:52 Titel: |
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Einmal mehr ziehen wir uns an einem Punkt zurück, wo es erst interessant und wichtig wird. Ich möchte vermerken: Einmal mehr war es nicht meine Wenigkeit, welche mit viel Geschrei die Diskussion abgebrochen hat. Allerdings geraten wir hier in vollkommen andere von dir angesprochene Themenbereiche, die mir zwar allesamt ebenso wichtig sind, jedoch nicht zum ursprünglichen Thema beitragen. Es ging nicht um Sammies und ihre Kastration, damit sie liebe Gänseblümchenküsser werden. Es ging auch nicht um das Duell mundan gegen Magier (wobei die Magier tatsächlich im Vorteil sind, und zwar in einem gehörigen!). Auch ging es weder um Problemkind Hunter, noch um die High Society, noch um den Papst. Es ging um ein Thema, das da hieß: "Wozu mehr Equipment, wenn das ständige überdimensionierte Aufrüsten ohnehin schon jede Spannung raubt?"
Wir haben ein Arsenal 2060. Wir haben ein Mensch und Maschine. Wir haben ein Rigger 3 und wir haben ein Grundbuch, in dem Unmengen von technischen Spielerein auf ihre Käufer warten.
Nicht, dass du mich falsch verstehst: Prinzipiell habe ich nichts gegen Erweiterungen. Ich verstehe lediglich nicht, wozu Erweiterungen nötig sind, wenn noch nicht einmal das Standard-Repertoire ausreichend ausgeschöpft wurde. Jeder Sam hat bei uns eine Smart-II, ein Reflexbooster II, Muskelstraffung und - verstärkung IV und Titanknochen. Nicht zu vergessen, dass seine HK227 nicht zu sehen ist. Eine Rolle hingegen braucht er nicht, um glücklich zu werden. Eigentlich eine ähnliche Entwicklung wie in Lollywood: Kaum Handlung, aber viel "Schpeschl-Iffekz". Mich persönlich ödet das an. Und ich wollte wissen, ob es nur mir so geht, oder auch anderen hier.
Ich verstehe nicht, wozu wir noch mehr "Schpeschl-Iffekz" brauchen, wenn wir noch nicht einmal ein gescheites Drehbuch haben, unsere Schauspieler ohne Text sind. Und ich verstehe nicht, warum wir uns auf Kleinigkeiten festfahren, wenn der Drek ganz wo anders gehörig am Dampfen ist.
Weiterhin Diskussionsbereit und gute Besserung wünschend,
>>> Stalker.
Ps: Thread bleibt offen. Füßestrampeln hin oder her. Und ich kann mich nur wiederholen: Die Löschung des anderen Threads war ein Versehen. Dass jemand bei ungenauem Hinsehen zwei Threads wie
"Diskussion zum Waffen/Asrüstung/Fahrzeug~Thread"
und
"Unser Waffen/Asrüstung/Fahrzeug~Thread"
(oder irgendetwas in dieser Art)
für einen Doppelpost hält, ist nicht allzu unwahrscheinlich. _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
I am the spirit with which your children and clowns laugh in happy anarchy.
I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris |
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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 15.03.2005, 00:03 Titel: |
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| Hat mein Char Titanknochen? Nö, nur unendlich viel Bioware - noch deutlich PG-mäßiger Hat Hunter Titanknoche Ja, Eigentor. Hat Ivy Titanknochen?Ja, nochmal Eigentor Hat irgendwer von uns einenRelexbooster 2? Ja, alle. Meines Wissens nicht. Dann bilde dich Um ehrlich zu sein hab ich kene weitere Lust hier großartig weiter zu diskutieren...da ich nicht häge regeltechnisch noch einen müden Finger zu rühren. Ich versuche mit den vielen Vorschlägen die ich mache etwas Individuaität in UNSER Shaodwrun zu bringen Damit nicht jeder Char Titanknochen Reflex 2 und eine Ingramvaliant sich unter seine Mütze klemmt. Aber bißher war ich mit nichts auf Freude gestoßen (okay manche Sachen waren Mist) aber ich hab mich wennigstens bemührt. Abwer alle Versuche von mir wurdem im Keime erstickt..wie heute wiedr einmal. Ich hab ehrlich gesagt keinen Bock mehr. So und aus lauter freude am Shadowrun system bau ich mir jetzt einen"großen ganz ganz bösen Troll" mit Kidstealth Cyberbeinen enen versyberten Kopf und 3 millionen Granaten..und später besorg ich mir dann noch einen taktischen Atomsprengkopf. [/Ironie] |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 15.03.2005, 00:41 Titel: |
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Ich dachte eigentlich, du wolltest ins Bett und dich auskurieren...?
Ich dachte eigentlich, du wolltest nicht mehr diskutieren?
Warum dennoch?
Aber gut. Mir soll's recht sein.
Wir arbeiten sogar auf einem gemeinsamen Nenner: Schaffung von mehr Individualität. Das ist ein gutes Fundament.
Allerdings ist unsere Vorgehensweise unterschiedlich:
Dein Ansatz ist regeltechnisch.
Der meinige rollenspielerisch.
Und wie das Leben mal so spielt vertrete ich einfach mal (dreister Weise) meinen Ansatz, den rollenspielerischen:
Nach meiner Ansicht lebt Individualität bei SR nicht durch ein Anhäufung von Unmengen an neuem Equipment. Das schafft
1.) Unübersichtlichkeit [Beim Charbau werden - allein für die Bewaffnung - auf einmal Arsenal, Artemis und diverse Zusatzdokumente benötigt; als ob es nicht schon genug Hefte zu wälzen gäbe]
2.) Ungleichheit [Chars, die bereits seit längerem bestehen, haben schon bestimmtes Equipment; sobald neues hinzukommt, haben alte Chars nicht die Möglichkeit, auf das selbe Equipment der neuen zuzugreifen, sondern müssen es sich erst für teuer Geld neu anschaffen. Die Fairness alten Chars gegenüber bleibt auf der Strecke]
3.) Ungleichgewicht oder enormer Aufwand [Das, womit du mich in der letzten Zeit ununterbrochen beansprucht hast: Jeder einzelne neue Gegenstand müsste an der gesamten Equipment-Kategorie abgewogen werden; eine neue Schwere Pistole mit Salvenmodus beispielsweise, wie wir sie neulich hatten, muss erst langwierig mit allen SM-Waffen (jaja, lacht ruhig, ihr Schweinchen ) im Arsenal abgeglichen werden. Warum "muss"? Wozu macht der Depp sich den Stress? Ganz einfach: Wenn du dir den Aufwand nicht machst und einen Gegenstand erschaffst, der deutlich wertvoller ist als alles andere vergleichbare, hast du genau das Gegenteil der erstrebten Individualität erreich: Alle kaufen das Ding.]
SR ist - das betone ich wahrscheinlich schon zum x-ten Mal - ein Rollenspiel, kein Würfelspiel (jedenfalls ist es ursprünglich nicht darauf ausgelegt). Man nutzt seine Fantasie, um eine Fiktion zu erschaffen. Und wo anders, als in einer Fiktion, ist die Individualität so uneingeschränkt? Du hast unendlich viele Möglichkeiten. Die Möglichkeiten zur Variation in den regeltechnischen Fähigkeiten eines SR-Gegenstandes sind dagegen beschränkt.
Ich finde, dass du die Regelgerüste für Gegenstände viel zu sehr als den fertigen Gegenstand selbst betrachtest. Ursprünglich sind sie eigentlich nur ein leeres Drahtgerüst, über das Spieler und Spielleiter Pappmaché ziehen und ihm leben einhauchen. Regeln und Werte (z.B. für Gegenstände) dienen als Stützpfeiler einer alternativen Realität. Ihr Leben (und meiner Ansicht nach auch ihren Spaß) bekommt diese Realität erst durch Rollenspiel, durch Erzählen und Erfinden vorstellbarer Zusammenhänge. Abstrakta wie Zahlen, Werte und Regeln sollten dabei im Hintergrund laufen und so weit als möglich unter der Oberfläche des für die Spieler Wahrnehmbaren bleiben. Je weiter die Regeln aus dem Spiel bleiben, desto plastischer wird die dargestellte Welt (oder hält sich deine Fantasie an Regeln?).
Was hieltest du davon, wenn der Türsteher des Club-Penumbra statt "Was ist das für eine Beule unter deinem Hemdchen, Chummer? 'n dritten Arm bekommen?" sagen würde: "Mein Wahrnehmungswurf zuzüglich Professionalitätsstufe gegen lasche 5 hat ergeben dass du unter deiner 4/2er Mortimer-of-London-Designerpanzerung eine größere Waffe trägst, wahrscheinlich eine MP mit geringer Tarnstufe und emfpindlichem Legalitätscode". Klingt scheiße. Ist scheiße.
Ebeso sehe ich es mit neuen Gegenständen: Ein Gegenstand muss nicht zwangsweise ein neues regeltechnisches Gegenstück haben, um als "neuer" Gegenstand zu gelten. Vielmehr denke ich, dass (um einmal das Beispiel Bewaffnung zu nehmen, das ja ständig im Gespräch ist) das Arsenal eine breite Fülle von regeltechnischen "Rahmen" bietet. Individualität schaffst du nicht über die Wahl deines Rahmens. Individualität schaffst du allein über deine Beschreibung. Eine Beretta 200ST muss nicht immer eine Beretta 200ST sein: Nimm' ihre Werte, such' dir einen passenden Namen, ein Bild aus dem Netz, das dir gefällt (oder eine eigene Umschreibung), und schon hast du eine neue Waffe - wenn du willst sogar eine persönlich für dich angefertigte. Wie alle anderen Gegenstände in SR auch sind Waffen nur regeltechnische Werkzeuge. Die Zahlen, die hinter ihnen stehen, variieren minimal und entscheiden so gut wie nie über Sieg oder Niederlage (und wenn du anderer Meinung bist: Wechsele einfach das Kaliber der Arsenal-Rahmen; zum Bleistift: LP-->SP).
Zählen tut einzig und allein die Weise, in der du sie einsetzt: Stellst du dich geschickt im Gefecht an? Suchst du Deckung? Stehst du blöd in der Gegend herum und bietest eine optimale Zielscheibe? Bist du mit Köpfchen dabei und sprichst dich mit deinem Team ab, um den Gegner in die Zange zu nehmen? Ignorierst du alle Warnungen deiner Teammates und der Kugeln, die dir um die Ohren sausen und marschierst geradewegs in den Raum mit 3 Gegnern in vollster Alarmbereitschaft, weil du dich für den dicksten Pimmel von ganz Seattle hältst (bzw. bald: hieltest)? Das ist doch eigentlich, was entscheidet. Und das ist - wer hätte es gedacht? - Rollenspiel und Zusammenspiel. Regeln helfen bei vielen Simulationen - Denken musst du allerdings selbst. Dabei hilft dir weder eine Ares-Klapp-MP II, noch eine Panzerung von 9/67
Meine einzige Bitte in diesem Thread (und nicht erst jetzt, sondern seit wir begonnen haben, zu spielen) ist die folgende: Nicht zu vergessen, dass SR ein Rollenspiel ist, und Rollenspiele leben vom Erzählen einer Geschichte. Nicht vom Aufschreiben immer neuer Zahlen- und Buchstabencodes.
Es grüßt recht freundlich,
>>>Stalker. _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
I am the spirit with which your children and clowns laugh in happy anarchy.
I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris
Zuletzt bearbeitet von Stalker am 24.08.2005, 16:24, insgesamt einmal bearbeitet |
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Byrial Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 113 Wohnort: Hildesheimer Barrens
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Verfasst am: 16.03.2005, 00:31 Titel: |
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| Stalker hat folgendes geschrieben: |
Dadurch fällt das eigentlich schöne am Regelwerk weg: Das, was ich als den "Tamagochi-Effekt" bezeichne; eine bemerkbare Verbesserung der Chars, das Aufsteigen zu den Pros in der Liga. Statt dessen werden unsere Chars nach dem zweiten Run mit 100K Nuyen vollgepumpt, kaufen sich die übliche Standard-Cyberware und Verfügbarkeit-14-Equipment, spielen 3 Runs lang und verschwinden dann urplötzlich. In solch einer Zeit ist auch kein Zusammenwachsen der Gruppe möglich, keine persönlichen Beziehungen der Chars etc. pp. Und erst darin sehe ich wahre Profis. Uns geht meiner Meinung nach viel Spaß dabei kaputt.
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... du sprichst mir aus der Seele!
Die Kampagne die mir im Kopf rumschwirrt ging gerade in diese Richtung,
nicht unbedingt LowTech aber wenigstens normal anzufangen, ein Team auf
zubauen, dass sich nur aendert, wenn jemand stirbt, und diesem Team dann
einge GEschichte geben. *schwelg* tjaja ...
Meine Stimme haste Stalker  _________________ Your mind is a weapon - USE IT |
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Hampfboy Traveller in Time

Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 844 Wohnort: Geheimer Atombunker unter Hildesheim
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Verfasst am: 16.03.2005, 12:53 Titel: |
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Dafür sollten wir aber auch zwei ganz grundlegende Dinge festlegen :
1) Keine neuen Chars
Ok, jeder probiert mal rum, aber ich denke jetzt sollte man sich mal festlegen, was man wie und wann spielen sollte. Wenn dann gleich
von Anfang an zwei Chars, die fest in die Gruppe integriert werden
und die man dann abwechselnt spielt.
2) Ein fester Meister
Das hilft einfach, finde ich, auch eine feste Storyline in das Spiel zu integrieren. Es sollte immer jemanden geben, der den TOTALEN Überblick hat.
So, und wie einige sich vielleicht denken, wäre ich bereit, auch mal für länger fest zu meistern (wenn ich dann Unterstützung von allen erhalte).
Es ist ja nicht so das alle anderen dann keine Abenteuer mehr schreiben dürften, allerdings würde sich der Meister das dann ansehen und entsprechent modelieren oder Kleinigkeiten zur allgemeinen Storyline einfügen.
Ein mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauender
DA Hampfboy _________________ "Some things shouldn't need to be argued, but that never stops it from happening. Common sense died the day the Internet was born."
- Dr. Funkenstein, Dumpshock Forum |
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Caliban Arsenal 4.9.6.8.2

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 496
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Verfasst am: 16.03.2005, 21:19 Titel: |
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| Um ganz ehrlich zu sein...Sören ich finde deine Idee mist. Wenn wir jetzt noch einen Char Zwang einführen. Dann ist es mit der Spielfreude völlig vorbei. Mal im ernst...SR ist ein Spiel. Kein Zwang. Man soll Spaß haben, keinen Zwang drauß machen. Und ich zweifele doch stark an das man noch Spaß wenn einem vorgehalten wird....du MUSST jetzt weiter mit dem Char spielen. Mann will auch mal was probieren, sich was neues ausdenken...die anderen überraschen. Und für mich is das genau so Bestandteil, wie mit unserer Gruppe sich mit Johnson zu treffen. |
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Raider S.W.A.T.

Anmeldungsdatum: 08.08.2004 Beiträge: 109 Wohnort: In einem kleinen Kellerloch, tief unter der Stadt - mit INTERNET!
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Verfasst am: 16.03.2005, 23:50 Titel: |
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So hier mal mein Statement zu dem Ganzen hier,
sowol Phil und Maxi haben recht mit ihren Standpunkten was jetzt höher gewichtet wird bleibt jedem selbst überlassen.
So und nunmal zu den CHARS
1) Sörens idee ist richtig! Das was Philip gesagt hat nur zum Teil, es soll kein char zwang sein, auf keinen fall. Nur so wie es jetzt hier zu geht ist es einfach mal scheiße. Stellt euch mal eine Matrix szene vor Keau Reeves alias Neo ist gerade dabei einem Agenten den Rest zu geben und zu allem erstaunen ist Neo von einer sekunde zu nächten nicht mehr von Keanu Reeves gespielt sondern von Bud Spencer. Euer Charwechsel ist wie als wenn ihr einem Film plötlich den oder die Haupdarsteller austauscht. Und jetzt setellt euch mal diese Matrixszene vor!!!
2)Ich habe das Gefühl das es bei eurem ständigen wechsel nicht unbedingt um den neuen char sonderen eher um jemanden der noch mehr stahl und noch dickere eier hat als der vorherige. und das ist nicht sinn der sache. ich zb. spiele diesen char schon ich weis nicht wieviele runs, weil ich ihn einfach mag so wie ich ihn erschaffen habe. und ihr solltet euch vielleicht mal die fragen aus dem companion stellen und dann erst ein konzept und dann die werte für den char machen, damit ihr jemanden habt der ihr gerne seid!
3) Mir geht das geheule auf den sack das Magier zu stark sind.
Ich meine es ist eure schuld, wenn ihr meint ihr müsstet jedes mal n neune char haben dann gut, ich habe n karmapool von 6 und 109 gesamt gutes karma. das zeichnet einen teil meiner werte auf dem papier aus.
Und gemessen an anderen chars aus der gruppe ist mein char stark, jah, aber nur weil ihr immer am wechseln seid.
4) lasst euch zu eurem char werden nicht euren char zu euch!
Was ich schade finde, das alle hier samt so "ballergeil" sind und sich zt durch total ideotisch aktionen immer wieder profilieren müssen, wenn ihr meint das ihr das müsst dann bitte, es macht nur wieder alles kaputt an rollen spiel was vorhanden ist. Meine güte ihr müsst nicht immer alles kaputtballern oder allen schaden soaken un geil zu sein, das geht auch anders. Versucht einfach mal was draus zu machen, denkt euch was aus, eine geschichte, denn wenn ihr die habt, seid ihr auch bereit geschichte zu schreiben.
MFG
RAIDER _________________ Hier noch ein paar Zitate:
"Du sollst deinen Nächsten lieben...nicht den Nächstbesten!"
"Während die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, ist die Todeserwartung ungemein konstant geblieben." |
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Byrial Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 113 Wohnort: Hildesheimer Barrens
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Verfasst am: 17.03.2005, 12:31 Titel: |
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@ Raider: AMEN!
1) Zwang wäre: "Cali du spielst jetzt den Rigger, basta!" und das dann die nächsten Monate. Wenn du dir den Char selbst aussuchen kannst, ist das
kein Zwang! Wenn du mehr Chars konstruieren willst, das versuch mal
allen Connections deines Char leben einzuhauchen, da haste ne Menge zu
tun und erschaffst nebenher noch jede menge Chars.
2) Kann ich nur bestätigen Raider. In meiner alten Gruppe waren 3 Chars,
die über ein Jahr lang gespielt wurden. Die waren dementsprechend gut
nachher. Die anderen beiden Spieler mussten öfter mal neue erschaffen,
weils die alten in den Sarg gehauen hat, aber nicht weil sie keine Lust mehr
auf ihre Chars gehabt hätten.
3) siehe 2.
4) manch einer sucht eben etwas länger, bis er den Char hat, der ihm
liegt, insofern muss ich Cali mal kurz stützen. Allein in der Zeit bei
meinem Eltern hab ich 4 Chars kreiert, und den, den ich letztlich gespielt
hab will ich jetzt schon nicht mehr. Aber dieses "nicht mehr wollen" kann
man auch in eine andere Richtung lenken, nämlich auf seinen Char an-
wenden und versuchen ihn/sie inplay zu ändern.
Alles in allem bin ich für eine feste Gruppe, mit mehr oder weniger festem
Meister (solangs um die Gruppe geht) und eventuell Gast-Meister für
kampagnenferne extra Runs. _________________ Your mind is a weapon - USE IT |
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Stalker tanzt-mit-dem-Senfglas

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 3082
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Verfasst am: 17.03.2005, 20:50 Titel: |
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Sodele, nun auch einmal wieder zu dem, was sich langsam zu meinem Lieblings-Thread mausert: Seit Langem wird endlich mal Tacheles geredet!
Ich stimme Hampfboy in allen beiden Punkten voll und ganz zu (heureka, Lösungsvorschläge!), und würde besonders den ersten noch ein wenig genauer ausführen wollen, um zwar keinen Char-Zwang, jedoch durchaus eine "Motivation" einzuführen, ein und denselben Char auch einmal länger zu behalten (btw: Geiles Beispiel, Raider ). Dafür würde ich beispielsweise eine Abschaffung der Karma-Übertragung vorschlagen. Außerdem eine (wie ich finde) wichtige Ergänzung von Byrial: Inplay-Änderung! eines Chars statt Charwechsel. (Ich bastele momentan beispielsweise an einer Sandra für die Zeit nach Nines... wird luschtig )
Zu Raiders Punkt 3)
Hat eigentlich mit der aktuellen Diskussion überhaupt nüscht zu tun. Aber bitte, auch darüber sollte wohl einmal gesprochen werden.
Magier sind nicht zu stark - Sammies kommen nur in der Relation zu schlecht weg
Das Argument, dass alle nichtmagischen Chars unserer Gruppe einen geringeren Karmapool hätten und deswegen im "Nachteil" lägen (bei uns ist das übrigens zum Glück nicht so schlimm, wie es sein könnte), zieht nicht. Du nutzt deinen Karmapool kaum. Der Kasus Knaxus liegt an ganz anderem Ort: Bei Mundanen gibt es 6 Essenzpunkte, um ihren Körper über das hinaus aufzurüsten, was die Natur nicht mehr schafft. Sobald die 6 Punkte weg sind, isses aus; der Körper ist voll und Nachrüsten mit essenzsparenderer Beta-Ware darf wohl als äußerst unrealistisch gelten. Wie sieht es unterdessen bei den Magiern aus? Es ist genau umgekehrt! Es wird nicht von einem Standard-Wert heruntergezählt, bis man zum Null-Punkt kommt, sondern von einem Standard-Wert bis in die Unendlichkeit hinaufgezählt. Das ist es, was in meinen Augen die eigentliche Schwierigkeit an magisch Begabten darstellt: Ein (Achtung, Fiktion!) unsterblicher Magie könnte rein theoretisch bis zu Initiationsgrad 145677533 bzw. Unendlich kommen. Ein mundaner Trottel verratzt seine 6 Essenzpunkte, und dann heißt es: "Aus die Maus!" Und was allein schon ein Initiat der Stufe 3 (der du mittlerweile schon längst bist, bald sogar 4?) für Manabälle schmeißt, wissen wir zu Genüge (etwas vergleichbar Verheerendes kann kein Mundaner!). Wie sähe das auf noch höheren Initiationsstufen aus? Btw: Zauber erlernen kostet nur minimalen Zeitaufwand, aber kein Karma? Magier nicht mächtiger? Sorry, ich beanspruche wirklich nicht oft die absolute Wahrheit für mich. Hier sehe ich allerdings keinen anderen Weg.
Dennoch: ---> Back to topic
Woran wir (das habe ich schon betont) meiner Ansicht nach dringend arbeiten müssen, sind vor allem fünf Dinge:
1) Kenntnis und Anerkennung der Teamkameraden.
Es mag unheimlich "cool" sein, mitten im Run zu entdecken, dass ein Mitstreiter 8 Meter aus dem Stand springen kann, wenn es die Umstände erfordern. Leider hat sich mit der Zeit dieser überraschende "Coolness"-Faktor derart zu einem Muss durchgesetzt, dass er in zweierlei Hinsicht unheimlich nervt.
Erstens: Es entsteht Konkurrenz, und zwar massiv. Z.T. werden Chars nur noch um ein großartiges Feature aufgebaut (immer wieder gut zum Angeben: Die Sprungweite). Ich nehme mich selbst davon keineswegs aus, auch ich habe solche Chars schon gebaut. Allerdings denke ich, dass wir eines einsehen sollten: Solche Chars haben ob ihrer Einseitigkeit auf die Dauer keine Zukunft. Auch schafft diese teaminterne Konkurrenz einen weiteren unschönen Zustand, nämlich fehlende Anerkennung. Ich merke an mir selbst, dass ich sowohl Inplay als auch Outplay wenig Lust verspüre, zu x-ten Mal in bassem (und künstlichem, weil ich bereits weiß, dass wieder irgendein "Coolness"-Faktor eingebaut sein muss) Erstauenen meine Augen aufzureißen und zu sagen: "Boah", oder "das gibt es doch nicht", oder "Habt ihr das gesehen?! Der Kerl ist/hat ..." Ich war nicht mehr bereit, Taten/Chars anzuerkennen, die keineswegs alltäglich bzw. sogar übermenschlich waren, sei's aus Neid für die "Five Minutes of Fame", sei's aus Entnervtheit, alle fünf Minuten erstaunt und bewundernd zu tun. Das ist schade. Denn Überraschendes sollte auch Überraschung hervorrufen und große Taten sollten auch große/s Staunen/Entsetzen/Lob/Bewunderung hervorrufen - nicht nur ein müdes Gähnen und ein Outplay-"Hab'-ich's-doch-gewusst".
Zweites Problem des "Coolness"-Faktors: Er muss unbedingt geheim bleiben und erst in einer Situation zum Tragen kommen, in der es die meiste Theatralik hergibt. Prinzipiell ist gegen Theatralik nichts einzuwenden - allein: Sie hilft dem Team nicht. Ein Team muss genau darüber bescheid wissen, was seine Mitglieder können und was nicht. Erst, wenn Ressourcen und Fähigkeiten bekannt sind, kann zuverlässig auf sie zugegriffen werden (oder auch nicht: Was hilft es, wenn ein Char 100 Meter weit springen kann, der Rest des Teams jedoch immer noch auf der anderen Seite des Abgrunds steht?). Es hilft, entgegen aller Paranoia und "Coolness", den anderen verstehen zu geben, was man kann. Denn das trägt maßgeblich zum Teamwork bei (siehe nächster Punkt).
2) Teamwork
Shadowrunner sind keine Einzelkämpfer. Niemand ist das, und niemand kann das: Die sechste Welt ist dermaßen spezialisiert (Matrix, physische Ebene, Astralraum, um nur die drei göbsten Kategorien zu nennen), dass ein einzelner Runner normalerweise verloren ist. Warum spiegeln unsere Charaktere (und auch unsere Runs!!!) dies nicht wider? Ich erinnere mich noch gut an eine gewisse Session, wo ein gewisser Steele einen dermaßen großen Handlungsdrang hatte, dass er (aus Frust eines anderen Mitspielers) in zwei Teile gesägt wurde. Beide Handlungen zeugten nicht von besonders viel Teamgeist. Und diese Szene ist nur ein kleiner Aspekt dessen, was uns fehlt: Beim Kleinschmidt-Run ging es schon bei der Planung los, dass jeder erst einmal wild darauf losforschte, wie er hineinkommen könnte. Im Endeffekt haben wir unsere Gruppe damals zwiegespalten, was nicht nur jeglicher Eleganz entbehrte - besonders hilfreich war es nicht. Für Kämpfe gilt ähnliches. Ich habe es bislang nie erlebt, dass wir einfach für eine kurze Zeit in volle Deckung abgetaucht sind und uns besprochen haben, wie wir aus der jeweiligen Situation lebendig herauskommen. Dank einer bis an die Zähne bewaffneten und stumpf aus dem Stand feuernden Truppe ging es bis jetzt gut - allerdings mit 0 Eleganz, 0 Rollenspiel (bedenkt: Viele unserer Chars müssten laut ihrem Hintergrund keine schlechten Taktiker sein) und 0 Spannung (Stichwort: Würfelorgie). Und, was noch viel interessanter ist: Wie lange geht das nicht gut?
3) Gruppenkontinuität
Muss ich nicht weiter erwähnen. Haben wir bereits oft angesprochen. Ständiger Charwechsel und wechselndes Personal lassen nicht viel Raum für den Aufbau persönlicher Relationen (gehe zum nächsten Punkt)
4) Zwischenmenschliches
Ist in letzter Zeit (nicht zuletzt wegen des fehlenden Punkt 3: Gruppenkontinuität) unheimlich abgeflacht. Ein paar Standard-Sätzchen, meist gekoppelt mit irgendwelchen Reibereien zwischen den Chars, aber das war's auch schon. Der Versuch, wenigstens ein wenig Zwischenmenschliches und vor allen Privatleben!!! mit Nines einzuführen, gefiel mir recht gut. Jetzt isser weg, die Beziehung aus Spielgründen im Eimer. (no reproach, Phil ; der Wechsel von Nines zu einem neuen Char ist durchaus versändlich!)
Wie gesagt, es hat in der Tat angefangen, Spaß zu machen, als ich auch einmal eine menschliche Seite meines Chars ausspielen konnte. Wir sind nicht ständig am "arbeiten" und "laufen". Im Gegenteil: Der Großteil unseres Lebens dürfte aus Freizeit und Privatleben bestehen (und zwar Freizeit, die nicht zum Kaufen von Equipment, (Um-)Bauen von Equipment, Erlernen neuer Fertigkeiten und Zauber oder Programmieren genutzt wird!!!). Wir sind (Meta-) Menschen. Und wahrscheinlich überwiegend nicht freiwillig Shadowrunner.
Früher haben wir wenigstens ein bisschen Connection-Spiel und Nebenjob/Freizeit/Treffen mit den Chummers gemacht. Heute ist davon nix mehr übrig. An dieser Stelle wäre ich für
1) Back to the Roots! Mehr Interaktion mit Connections und der nicht offensichtlich Run-relevanten Freizeit.
2) Mehr Interesse für die eigenen Chums! Ich habe noch nicht einmal erlebt, dass einer von uns seinen neugierigen Kollegen offenlegen musste, wie er zu seinem doch recht eigenartigen Beruf kam. Im Extremfall vielleicht sogar zwischengeschlechtliches Interesse, wer weiß? (genügend Herren/Damen haben wir ja mittlerweile; auch Homosexualität wäre möglich)
5) Abrüstung und Anerkennung von Autoritäten
Wir hatten es bereits: Messerklauen können gerne bis an die Zähne bewaffnet sein - so dumm, diese Ausrüstung in ein gesichertes Gebäude in der Öffentlichkeit mitzunehmen, ist dennoch keiner. Außerdem kommt mit der starken Rüstung bzw. dem Wissen um die mutmaßliche "Durchschlagskraft" des Charakters eine ziemlich gefährliche Arroganz gegenüber Autoritäten ins Spiel, bzw. eine "Ich-plätte-alles-und-deswegen-kann-ich-so-hirnrissige-Aktionen-unternehmen-wie-ich-will"-Mentalität gegenüber ernstzunehmenden Gefahren (jawoll, liebe Mitrunnerinnen und Mitrunner, wir haben in der Tat Munchkin-Ansätze in unserer Gruppe!). Ich habe bereits versucht, euch diesen neuen Kurs in Form des "Guide to Professionality" und BODs Warnungen deutlich zu machen (ihr erinnert euch, euer Schieber). Niemand von uns kann es sich leisten, einem Johnson ins Gesicht zu spucken. Erst recht nicht, wenn wir neu in Seattle sind. Wer versagt oder Scheiße baut, kriegt eine schlechte Straßen-Reputation und keine neuen Jobs mehr - so einfach geht das. Wer es sich gar traut, einem Mann von Richard Villiers' Kaliber ans Bein pissen zu wollen (und ich kenne in der Tat Spieler/Chars in unserer Gruppe, die das tun würden!), der hat es einfach nicht besser verdient, der schluckt bei mir Blei. Denn genau das ist die "Dummheit", die im GRW beschrieben wird und die geradezu zum Tode führen muss. Es gibt vielerlei Autoritäten auf der Leiter der sechsten Welt; viele von uns tun jedenfalls oft so, als seien wir auf der obersten Sprosse. Tatsächlich steht ein Shadowrunner am Beginn seiner Karriere auf der dritt-untersten; unter ihm sind nur noch Ganger (2.) und Straßensquatter (1.). Vor allem, was darüber steht, muss ein Shadowrunner kriechen, sabbern und Stiefellecken, wenn es ihm nicht übel ergehen soll. Das vergessen viele. Schon seit Längerem ist dieses Vergessen bei mir t-ö-d-l-i-c-h. Ich habe nur seitdem nicht mehr gemeistert
Mindestens genauso tödlich ist die hochmütige Unterschätzung von Gefahren, die eigentlich offensichtlich sind. Keiner, aber auch wirklich keiner von uns kann es sich leisten, allein durch die Barrens zu gehen (ob mit Sporttasche oder ohne, Hunter). Den ersten Ganger werdet ihr noch erlegen, mit viel Glück auch noch den zweiten - aber der dritte, vierte und fünfte kriegen euch am Arsch, Konsti 10 hin, Kampfpool 9 her. Bitte nicht vergessen: Die 6. Welt ist gefährlich - und wir stehen in ihrer Hackordnung
ganz
weit
unten...
Gruß rundrum (und danke für's Lesen!),
Stalker. _________________ I am the substance from which your artists and scientists build rhythms.
I am the spirit with which your children and clowns laugh in happy anarchy.
I am chaos. I am alive, and I tell you that you are free.
- Eris |
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